Nähpferd

Nähpferd (Sattlerpony / Stitching Pony) – Werkzeug zum Fixieren beim Handnähen

Ein Nähpferd (auch Sattlerpony, Nähkloben, Lacing Pony oder Stitching Pony genannt) ist ein klassisches Werkzeug der Sattlerei, mit dem Lederstücke während des Handnähens fest eingeklemmt werden. Dadurch hat der Handwerker beide Hände frei, um präzise und gleichmäßige Stiche zu setzen – eine Grundvoraussetzung für eine saubere Sattlernaht.

In diesem Lexikon-Eintrag erfährst du, wie ein Nähpferd funktioniert, welche Bauarten es gibt und worauf du bei der Auswahl achten solltest.


Wie funktioniert ein Nähpferd?

Das Lederstück wird zwischen zwei Klemmbacken eingespannt, die meist mit Leder bezogen sind, um das Werkstück vor Kratzern zu schützen. Über eine Flügelmutter oder Klemmvorrichtung wird der Anpressdruck individuell reguliert, sodass das Leder sicher fixiert bleibt, während beide Hände für Nadel und Sattlergarn frei sind.

Welche Bauarten gibt es?

  • Stehendes Nähpferd (mit Standfuß): steht eigenständig auf dem Boden, meist mit drehbarer Halterung für flexible Arbeitswinkel – etwa das IVAN LEATHERCRAFT Nähpferd mit lederbezogenen Backen und stabiler, ergonomischer Basis
  • Lacing & Stitching Pony (Sitzmodell): wird zwischen die Beine geklemmt, während man auf der Basis sitzt – kompakt, platzsparend und mobil einsetzbar, etwa der Pony Lederschraubstock (Lacing & Stitching Pony)

Wofür wird ein Nähpferd verwendet?

  • Sattlernaht von Hand nähen: ermöglicht kontrollierte, gleichmäßige Stiche mit beiden Händen
  • Schnüren und Flechten: praktisch beim Anbringen von Riemen oder beim Flechten von Lederschnüren
  • Größere oder sperrige Werkstücke fixieren: etwa bei Taschen, Gürteln oder Lederscheiden
  • Präzises Arbeiten über längere Nähte: reduziert Ermüdung und verbessert die Stichkontrolle im Vergleich zum Nähen ohne Fixierung
Nähpferd

Worauf sollte man bei der Auswahl achten?

  • Lederbezogene Backen: schützen das Werkstück vor Kratzern und sorgen für sicheren Halt
  • Verstellbarer Anpressdruck: eine Flügelmutter oder Klemmschraube ermöglicht individuelle Anpassung je nach Lederstärke
  • Bauart nach Arbeitsplatz: ein stehendes Nähpferd eignet sich gut für die feste Werkbank, ein Sitzmodell wie der Lacing Pony ist mobiler und platzsparender
  • Stabilität der Konstruktion: hochwertiges Holz und eine solide Bauweise sorgen für lange Lebensdauer

Für wen eignet sich ein Nähpferd?

Ein Nähpferd eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Lederhandwerker. Gerade bei längeren Sattlernähten erleichtert es die Arbeit erheblich und sorgt für gleichmäßigere, professionellere Ergebnisse als das Nähen ohne Fixierung.


Nähpferd bei Klever Leder

In unserem Sortiment findest du zwei bewährte Varianten: das IVAN LEATHERCRAFT Nähpferd mit lederbezogenen Backen und drehbarer Halterung sowie den kompakten Pony Lederschraubstock (Lacing & Stitching Pony) mit verstellbarer Flügelmutter für individuellen Anpressdruck.

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